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Zeitungsartikel

Trennpunkt     Infoabend über Bürgerheizwerk    
Trennpunkt     Projektstudie Nahwärmeversorgung mit zweitem Hackschnitzelheizwerk    
Trennpunkt     Einheizen mit Bürgerbeteiligung (1)    
Trennpunkt     Der Verein Energie mit Zukunft (EmZ) Bad Endorf informiert    
Trennpunkt     Brennpunkt: Mögliche Standorte für zweites Biomasse-Heizwerk Bad Endorf    
Trennpunkt     Wir sind Gemeinde - "Biomasseheizwerk"    
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Trennpunkt     Arbeitskreis Ökologie & Umwelt    
Trennpunkt     Thema: "Biomasse-Heizkraftwerk" - Sitzung des Arbeitskreise Ökologie und Umwelt    
Trennpunkt     Biomasse-Heizkraftwerk Bad Endorf    
Trennpunkt     Biomasseheizkraftwerk "BürgerEnergie Bad Endorf" "BEBE"    
Trennpunkt     Bürgerenergie Bad Endorf    
Trennpunkt     Auf dem Weg zu einer bürgergeführten Nahwärmeversorgung    



"Genügend Holz vorhanden"
Bad Endorf: Infoabend über Bürgerheizwerk

November 2006 - Oberbayerisches Volksblatt

Bad Endorf (püh) – Der Bad Endorfer Arbeitskreis Ökologie und Umwelt und der Verein Energie mit Zukunft hatten Hausbesitzer, Waldeigentümer und Bürger zu einem Informationsabend über ein mögliches Bürgerheizwerk in die Seif-Halle eingeladen.

Das bereits bestehende Hackschnitzel-Heizkraftwerk, das im Zusammenhang mit dem Neubaugebiet westlich der Bahnlinie errichtet und an den Mannheimer Verbund vergeben worden war, hat inzwischen seine Auslastungsgrenzen erreicht.
Der Sprecher des Arbeitskreises, Johann Söldner, erinnerte daran, dass 2004 im Zusammenhang mit der Leitbilddiskussion für Bad Endorf und der zukünftigen Gestaltung der neuen Mitte auch die Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung aufgetaucht war. Die Verwaltung der Marktgemeinde hat deshalb im Frühjahr den Arbeitskreis Ökologie und Umwelt damit beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, wie das Gebiet nördlich und östlich der Bahnlinie mit Biomasse, also erneuerbaren Rohstoffen versorgt werden könne. Der Arbeitskreis Ökologie und Umwelt und der Verein Energie mit Zukunft haben sich wieder für ein Hackschnitzel-Heizwerk, doch diesmal unter Bürgerbeteiligung, entschieden, wie es in Reit im Winkl errichtet wurde. Söldner skizzierte zunächst in groben Umrissen das Prinzip:
Die Abnehmer der Wärme und die Lieferanten bilden zusammen eine Betreibergesellschaft und stellen über Finanzeinlagen das Grundkapital. Auch wenn nicht maximale Renditen zu erwarten sind, sei der Gewinn doch auf allen Seiten beachtlich: Die Wertschöpfung bleibe in der Region und gehe nicht an weltweite Konzerne und die Bauern, Waldbesitzer und Anteilseigner gewännen im Laufe der Jahre, weil sie ihr Holz gut vermarkten könnten und für Qualität honoriert würden.


Nicht unterschätzen will Söldner den Lustgewinn, in Eigenregie und Gemeinschaftsarbeit ein solches Werk auf die Beine zu stellen.
Doch bevor überhaupt weitere Schritte in der Planung unternommen werden können, gilt es einige Fragen zu klären: wie hoch könnte der Energiebedarf sein und wie steht es um die Anschlussbereitschaft der Hausbesitzer? Der Arbeitskreis hat deshalb in den vergangenen Tagen etwa 800 Fragebögen an die Endorfer Hausbesitzer versandt und erhofft die Rücksendung bis Mitte Dezember.
Eine drängende Frage konnte der örtliche Revierförster, Ulrich Guggenberger, bereits an diesem Abend beantworten: Reicht das notwendige Energieholzaufkommen im Umkreis? Auch wenn viele Daten nur auf Schätzungen beruhen und eben für die Zukunft keine sicheren Prognosen möglich sind, so kommt Guggenberger doch zu dem Schluss: Die nachhaltige Sicherung des nötigen Holzes für die Nahwärmeversorgung von Wohngebäuden ist gewährleistet.
Nicht jeder muss das Rad neu erfinden, deshalb hatte der Arbeitskreis den Energieberater Bemhard Stangl aus Reit im Winkl als Referenten eingeladen: Die Errichtung des dortigen Heizkraftwerkes hatte er von Beginn an begleitet, er ist zuständig für die Gewinnung neuer Kunden und hatte sich nun bereit erklärt, mit den Endorfern seine Erfahrungen zu teilen - und seine Begeisterung. Eine Fülle von Daten, Zahlen, Fakten und Informationen lieferte er, die im späteren Verlauf der Entwicklung sicher im Einzelnen aufgearbeitet werden müssen. Für die jetzige Phase kristallisierten sich drei Notwendigkeiten heraus: Es muss der gemeinsame Wille für ein Umdenken und neue Strukturen in der Energieversorgung vorhanden sein, 70-80 Prozent der Haushalte müssen sich beteiligen und die Gemeinde muss hinter dem Konzept stehen.


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Projektstudie Nahwärmeversorgung mit zweitem Hackschnitzelheizwerk

November 2006 - Der Endorfer

"Bad Endorf heizt Bio!" So lautete das Motto im Jahr 1999/2000. Gesagt - getan, und im August 2002 ging das Biomasse-Heizwerk in Betrieb und der 1. Bauabschnitt ans Netz. Wärmelieferverträge in Anlehnung an die Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft (AVB Fernwärme V) waren unterzeichnet. Angeschlossen wurden an ein 3,3 km langes Nahwärme-Rohrleitungsnetz öffentliche Gebäude, Simsseeklinik, Bundespolizei und Privathaushalte westlich der Bahnlinie.
Nun gaben der Bürgermeister und der Marktgemeinderat dem Arbeitskreis Ökologie und Umwelt grünes Licht, in diesem begonnenen Sinne eine Projektstudie zur weiteren Nahwärmeversorgung aus Biomasse östlich der Bahnlinie zu beginnen.

"Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht."
Boris Pasternak

Es ist unser Ziel, mit Ihrer Aufgeschlossenheit als Bürger von Bad Endorf eine, in Bürgerverantwortung geführte, nachhaltig umweltschonende Nahwärmeversorgung zu entwerfen. Mit dem Heizwerk soll ein Gemeinschaftsprojekt verwirklicht werden. Vor allem die zukünftigen Wärmeabnehmer können sich durch die finanzielle Beteiligung als Gesellschafter Einflussmöglichkeiten auf den Betrieb des neuen Heizwerkes sowie auf den Wärmepreis sichern, so dass auf Dauer eine, den Interessen aller Beteiligter, gerecht werdende Wärmeversorgung sichergestellt wäre. Auch alle anderen Bad Endorfer sind als Gesellschafter sehr willkommen. Zum Nulltarif erhalten wir ein solches Werk natürlich nicht. Aber die gemeinschaftliche Beteiligung ermöglicht eine kostenverträgliche Kalkulationsbasis. Des Weiteren wollen wir, dass die Aufträge zur Brennstoffversorgung des Heizwerkes zum größten Teil an heimische Waldbesitzer vergeben werden. Selbst die Bauvergabe des Heizwerkes und des Rohrleitungsnetzes soll nach unseren Vorstellungen so in einzelne Gewerke ausgeschrieben werden, dass Firmen aus der Region den Zuschlag erhalten und den neuesten Regeln der Verbrennungstechnik und der Abgasreinigung entsprechen. Somit steigert sich auch der Erholungswert unseres Ortes. Da das Nahwärme-Rohrleitungsnetz einen Kostenanteil von ca. 30-35% des Projekts hat. hängt die Durchführbarkeit des Projekts von der Anschlusswilligkeit ab. Dazu versendet der Arbeitskreis einen Erhebungsbogen, mit dem die Anschlussbereitschaft und der erforderliche Energiebedarf abgefragt werden. Wer Interesse hat am Anschluss an das neue Nahwärmenetz, aber erst später anschließen will, weil zum Beispiel seine Heizanlage noch gu¬te Dienste leistet. soll jetzt schon seine Anschlussbereitschaft zu erkennen geben.

Nochmals: Das neue Heizwerk mit Nahwärme-Rohrleitungsnetz ist finanziell nur sinnvoll, wenn der Großteil der Hausbesitzer im Projektgebiet anschlusswillig ist.

Wir planen die Auslegung eines Ortsplanes im Foyer des Rathauses, auf dem die signalisierte Anschlussbereitschaft symbolisch durch ein Fähnchen oder Ähnlichem markiert wird.

Folgende Vorteile kann das Bürgerheizwerk verbuchen:

Die Marktgemeinde ist in der glücklichen Lage, auf gute Erfahrungen und auf das Beispiel einer bestehenden Anlage zurückgreifen zu können. Jederzeit können wir eine Anlagenbesichtigung oder Einblicke in häusliche Übergabe¬stationen und deren Vorteile vermitteln. Die Haus- und Gebäudebesitzer bitten wir um Unterstützung durch die Beteiligung an der Projektstudie.


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Arbeitskreis Ökologie und Umwelt
Einheizen mit Bürgerbeteiligung

Dezember 2006 - Der Endorfer

Der Arbeitskreis Ökologie und Umwelt, den die Verwaltung der Marktgemeinde Bad Endorf damit beauftragt hatte, ein Konzept für eine umweltbewusste Energiegewinnung zu entwickeln, stellte am 23. November im Konrad-Seif-Festsaal seine ersten Überlegungen vor und bot Gelegenheit für Nachfragen.
Weil das bestehende Hackschnitzelheizwerk am Bauhof mit der Wärmeversorgung der Chiemgau-Thermen, der Bundespolizeisportschule und dem Neubaugebiet westlich der Bahnlinie inzwischen seine maximale Auslastung erreicht hat, steht jetzt eine zusätzliche Nahwärmeversorgung für den übrigen Ort zur Diskussion. Der Verein Energie mit Zukunft und der Arbeitskreis Ökologie und Umwelt haben sich nach intensiven Vorgesprächen für ein Heizwerk mit Bürgerbeteiligung entschieden, wie es ähnlich inzwischen in Reit im Winkl verwirklicht wurde. Der Referent des Abends, Energieberater Bernhard Stangl, hatte die Entstehung des dortigen Bürgerheizwerkes von Anfang an miterlebt und mitgestaltet, verständlich daher, dass er in allen Einzelheiten über Probleme und Erfolge berichten konnte. Für Reit im Winkl wie für Bad Endorf gilt: Ein Heizwerk in Bürgerhand kann es nur geben, wenn sich der überwiegende Teil der Bürger daran beteiligt. Um das Nahwärmenetz mit annehmbaren Anschlusskosten betreiben zu können, ist nach einschlägigen Schätzungen die Teilnahme von 80 Prozent der Gebäude nötig. Dann allerdings gibt es Gewinner auf vielen Seiten: Die Abnehmer können nicht nur sicher sein, dass die Wärme umweltbewusst produziert sondern gleich eine Reihe weitere Vorteile verbuchen:

Vorteile für die Kunden:

Vorteile für die Umwelt:

Vorteile für die Holzlieferanten:

Vorteile für die Region:

Ohne schon heute ins Detail gehen zu können, wird es eine Betreibergesellschaft geben müssen, die mittels Kapitaleinlagen der Bürger und der Hackschnitzellieferanten das Grundkapital stellt. Diese Gesellschaft kann dann mit Banken über Kredite und mit staatlichen Stellen über Zuschüsse für die notwendigen Investitionen verhandeln.
Doch bevor es zu konkreteren Planungsschritten kommen kann, brauchen die Initiatoren eine erste Rückmeldung: Sie haben an die Endorfer Hausbesitzer 750 Briefe mit Fragebogen geschickt, mit denen sie ein Meinungsbild zu einem Hackschnitzelheizwerk in Bürgerbeteiligung erheben wollen:
Ist eine deutliche Mehrheit der Hausbesitzer bereit, sich gegebenenfalls an diese Nahwärmeversorgung anzuschließen?
Damit sich hier bald ein Votum abzeichnet, bittet Johann Söldner, der Sprecher des Arbeitskreises Ökologie und Umwelt, um die Rücksendung der Fragebögen bis Mitte Dezember.


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Der Verein Energie mit Zukunft (EmZ) Bad Endorf informiert:

Januar 2007 - Der Endorfer

Im Jahr 1999 gründeten energie- und umweltbewusste Endorfer den Verein Energie mit Zukunft.

Als Ziele des Vereins wurden festgelegt:

Dr. Andreas Stern bot als damaliger zweiter Vorstand in seinem Stromnetzbereich den so genannten Strompfennig an, der inzwischen Stromcent heißt. Interessierte Stromabnehmer zahlen demnach zum eigentlichen Strompreis noch 2,5 ct. extra pro Kilowattstunde. Dieser Erlös kam und kommt dem Verein für die obigen Zwecke zugute.
In den ersten Jahren wurde dann das Projekt "Bürgersolarstromanlage" unterstützt: Unter anderem wurde das Werbematerial finanziert sowie die Unkosten bei Veranstaltungen zu diesem Projekt getragen. Dieses Projekt wurde inzwischen von der Sonnenstrom Bad Endorf GbR erfolgreich umgesetzt. Der Verein erwarb dann auch sechs Anteile an der Bürgersolarstromanlage.

Nun steht das nächste Projekt an, das mit diesem Erlös unterstützt wird: die Realisierung eines weiteren Biomasse-Heizwerkes zur möglichst kompletten Wärmeversorgung Bad Endorfs voranzutreiben. Der inzwischen auf Gemeindeebene geschaffene Arbeitskreis (AK) Ökologie und Umwelt hat die Idee aufgegriffen und wird sie in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung umsetzen. Der Verein EmZ hat sich bereiterklärt, die Unkosten für den Briefversand zur Datenerhebung zu tragen. Es wurden alle Gebäudebesitzer angeschrieben und gebeten, den Brennstoffbedarf, die Form der Energieerzeugung und die Anschlussbereitschaft mitzuteilen. Das Projekt, das ein Heizwerk in Bürgerhand werden soll, folgt dem Beispiel Reit im Winkls. Dort haben sich 80 Bürger an der GmbH & Co. KG mit Einlagen beteiligt.

Nach ungefährer Schätzung könnten durch die Verwirklichung hier in Endorf 3 - 6 Millionen Liter Heizöl ersetzt werden. Das bedeutet einen Wertschöpfungsgewinn für die Region von 1,5 - 3,2 Millionen Euro (90 bis 95 Prozent der Heizölausgaben gehen an weltweit tätige Konzerne). Welche Wirkung dieser Wertschöpfungsgewinn hat, soll der nachfolgend vereinfacht dargestellte Kreislauf zeigen:

Waldbauern liefern Brennholz - Erlöse werden von diesen zu Investitionszwecken ausgegeben - Firmen und Unternehmen erhalten Aufträge - Arbeiter und Angestellte haben sicheren Arbeitsplatz oder es werden weitere eingestellt - Arbeiter und Angestellte investieren mit dem Arbeitslohn in Konsumgüter - weitere Unternehmen haben wieder Aufträge - Kommunen und Land haben Steuereinnahmen - diese können öffentliche Aufgaben finanzieren - weitere Investitionen folgen - usw.
Auch aus diesem Grund engagiert sich der Verein EmZ, wobei der ökologische Gesichtspunkt einer CO2-neutralen Wärmeerzeugung im Mittelpunkt steht.
Bei der letzten Generalversammlung konnte der seit zwei Jahren vakante Posten des Schriftführers mit Klaus Engel aus der Weitlahnerstraße 48 besetzt werden. Wir freuen uns, dass wir damit einen mit umfangreichem energietechnischen Fachwissen ausgestatteten Mann gewinnen konnten, der auch noch eine gewisse Portion Zeit für dieses Ehrenamt mitbringt. Seine letzte Aufgabe im Berufsleben war die eines Projektleiters zur Errichtung des Müllheizkraftwerkes Mainz mit einer Investitionssumme von 110 Millionen Euro.
Der Verein EmZ bittet um Bearbeitung und Abgabe der Erhebungsbogen bis Ende Februar, damit das Projekt Bürgerheizwerk mit dem Nahwärmerohrleitungsnetz eine tragfähige Berechnungsgrundlage erhält. Um die Vorstudien für dieses große Projekt zu finanzieren, werden die Erlöse aus dem vorher erwähnten Stromcent nicht reichen: z. B. müssen Informationen über mögliche Gesellschaftsformen bei Steuerberatern eingeholt, kostenpflichtige Informationen über die erforderlichen Gutachten oder bereits erstellte Gutachten bezahlt oder Unkosten für Referenten bei Treffen mit Hauseigentümern, Waldbauern, Installateure usw. getragen werden. Deshalb bittet der Verein EmZ um Spenden, welche Sie auf das Konto 644 250 bei der Volksbank Bad Endorf BLZ 711 60000 überweisen können. Für die Spenden erhalten Sie eine Spendenquittung; für Ihre Bereitschaft vielen Dank.


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Brennpunkt: Mögliche Standorte für zweites Biomasse-Heizwerk Bad Endorf
Die Nahwärmeversorgung in Bürgerverantwortung

Februar 2007 - Der Endorfer

Noch lässt die Zahl der Antworten auf unsere Anfrage an die Hausbesitzer keine gesicherte Auswertung zu. Dennoch rüsten wir uns für die Antworten auf Ihre Fragen. Auch hier gilt das Leitbild Endorf 2015 zur Steigerung des Erholungswertes unserer Marktgemeinde.
Mittels einer Ausbreitungsberechnung der Rauchgase werden wir mögliche Standorte definieren lassen, andere ausschließen. Nur so erhalten wir die notwendige Planungssicherheit für dieses Projekt von Anfang an. Für eine solche Untersuchung im Sinne des Immissionsschutzes haben wir ein namhaftes und erfahrenes Ingenieurbüro unverbindlich angefragt und unsere AufgabensteIlung dargelegt:

Finanzieller Stufenplan - Standortkostenrahmen - Stundensatz für Ingenieurleistungen
Frühzeitiger Ortstermin und Vermittlung der topographischen Lage
Schon frühzeitig sind Sie alle eingeladen, bei diesen Vorplanungsschritten teilzunehmen - ganz im Sinne einer Bürgeranlage:
Nur

verbessern die Luftsituation und lassen uns entspannt tief Luft holen.

Nicht zu vergessen - der Komfort im Heizungskeller:

Für Interessierte am wöchentlichen UMWELT-INDEX -tagesaktuelle Messwerte unter www.airinfo-liste.de
Kostenloser Zugang über User-Name: vdi-nachrichten und Passwort: Zu erfragen freitags unter 08053/796481 (Klaus Engel) und zukünftig unter www.emz-bad-endorf.de


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Wir sind Gemeinde - "Biomasseheizwerk"

Februar 2007 - Der Endorfer

Weniger Staub ist mehr Lufthygiene

Wer die Wahl hat, hat Grund zur Freude am Reinheitsgebot unserer Luft.
Die lufthygienische Qualität in Bad Endorf bewertet der Deutsche Wetterdienst (DWD), und diese kommt in 2008 wieder auf den Prüfstand.
Die vielen Hausbrandstellen sollen nun durch die Nivellierung der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung von Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt in neue Feuerungsleistungsklassen aufgeteilt und durch entsprechende Grenzwerte für Staub reguliert und überprüft werden.
Prüfung und Zertifizierung gehen zu Ihren Lasten.
Unter www.bmu.de/luftreinhaltung können Sie sich näher informieren.
Ein zentrales Biomasseheizwerk kann dies effektiver und zuverlässiger: es neutralisiert C02, reduziert Schadstoffe im Abgas wie Schwefeldioxid, Teere, Phenole und andere. Es wird permanent überwacht und die Reststoffe, die bei jeder thermischen Umwandlung entstehen, werden fachgerecht entsorgt.
Machen Sie mit bei Umwelt plus - geben Sie bitte die Fragebögen ausgefüllt zurück.
In der nächsten Info berichten wir über Abgasreinigungsmöglichkeiten eines Biomasseheizwerkes.


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Einheizen mit Bürgerbeteiligung

März 2007 - Der Endorfer

Das bestehende Hackschnitzelheizwerk am Bad Endorfer Bauhof mit der Wärmeversorgung der Chiemgau Thermen, der Bundespolizeisportschule und dem Neubaugebiet westlich der Bahnlinie hat inzwischen seine maximale Auslastung erreicht. Deshalb steht jetzt eine zusätzliche Nahwärmeversorgung für den übrigen Ort zur Diskussion.

Der Verein Energie mit Zukunft und der Arbeitskreis Ökologie und Umwelt haben sich nach intensiven Vorgesprächen für ein Heizwerk mit Bürgerbeteiligung entschieden, wie es ähnlich inzwischen in Reit im Winkl verwirklicht wurde. Für Reit im Winkl wie für Bad Endorf gilt: Ein Heizwerk in Bürgerhand kann es nur geben, wenn sich der überwiegende Teil der Bürger daran beteiligt. Um das Nahwärmenetz mit annehmbaren Anschlusskosten betreiben zu können, ist nach einschlägigen Schätzungen die Teilnahme von 80 Prozent der Gebäude nötig. Dann allerdings gibt es Gewinner auf vielen Seiten: Die Abnehmer können nicht nur sicher sein, dass die Wärme umweltbewusst produziert wird, sondern gleich eine Reihe weiterer Vorteile verbuchen für die Kunden, die Umwelt, die HolzLieferanten und für die Region (siehe Endorfer Ausgabe 12 / 2006).

Kostenbeispiel zum Biomasseheizkraftwerk mit Nahwärmeversorgung

Auf den eingegangen Erhebungsbögen war oftmals die Anschlussbereitschaft abhängig gemacht worden von den zu erwartenden Kosten. Auch in den Sitzungen des Arbeitskreises (AK), Ökologie und Umwelt, war eine Stellungnahme zu den Kosten immer wieder ein „heißes“ Thema, weil die Mitglieder des AK in Gesprächen mit den Hausbesitzern mit der Kostenfrage konfrontiert waren. Grund für eine zurückhaltende Aussage zu den Kosten ist, dass man die Biomasseheizwerke, die in der weiteren Umgebung (MVV, Reit im Winkl, Kufstein, Sauerlach, Ruhpolding und andere) betrieben werden, nicht untereinander verglichen werden können.

Der nun auf der folgenden Tabelle zusammengestellte Kostenspiegel entstand aus Investitionskostenangaben mit Erfahrungswerten von Fachbetrieben, die beispielhaft für ein Einfamilienhaus mit einer 15 - 20 kW Ölheizungsanlage und einem Jahresverbrauch von 2000 bis 2500 Liter gelten können. Die Nahwärmekalkulation entstand auf Angaben von Nutzern der MVV-Versorgung.

Für beide Wärmeversorgungssysteme gelten diese Angaben zum Trendvergleich und stellen aber keine vertragsverbindlichen Werte dar.

Bei der Nahwärme ist gegenüber einer Ölzentralheizung durch den Wegfall der Ölbehälter und des Heizkessels ein schöner Raumgewinn zu erwarten (bei einem Neubau wäre kein spezieller Raum einzuplanen), ein vorhandener Brauchwasserspeicher sowie die Heizkreisverteilung mit den Pumpen bleiben bestehen. Der Platzbedarf der Übergabestation Nahwärme beträgt 1,40 x 0.8 x 0,5 m (L x H x T) und ist wandhängend.

Die Wartungsarbeiten an der Übergabestation trägt der Wärmeversorger; damit werden ortsnahe Fachbetriebe für den Kundendienst beauftragt. Die Versorgungssicherheit laut Gesetz wird durch eine Reserveanlage im Heizwerk durch Öl und/oder Gas gewährleistet und ist in der Nahwärmeversorgung Pflicht. Die Umstellung auf die Nahwärmeversorgung durch umseitig genanntes Beispiel bringt ca. 2,2 t C02- und ca. 3 kg Schwefeldioxid-Einsparung pro Jahr; Staubemissionen sind minimal - eine vollständige Verbrennung wird durch eine Feuerungsregelung und der Abgasreinigung technisch gewährleistet.

Wir bitten Sie wiederum um die Abgabe des Erhebungsbogens. Geben Sie Ihre Daten ab, auch wenn Sie derzeit kein Interesse an einem möglichen Anschluss haben. Zur Zeit haben etwa 40 Prozent der angeschriebenen Hausbesitzer geantwortet.

Kostenvergleich einer bestehenden Ölzentralheizung mit Biomasse-Nahwärme-Versorgung


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Arbeitskreis Ökologie & Umwelt

Mai 2007 - EndorfSpiegel

In der jüngsten Bürgerversammlung berichtete der Sprecher des Arbeitskreises Ökologie und Umwelt, Hans Söldner, von den Fortschritten des Projekts Biomasseheizkraftwerk für Bad Endorf.

Erfreut über die große Zahl von "Ja"- Stimmen rief Söldner nochmals dazu auf, die Erhebungsbögen auszufüllen, damit die nächsten Planungsschritte eingeleitet werden können. Die Ermittlung des Kostenrahmens und eines Zeitplans wird dann auch dazu beitragen die, die mit ihrer Zustimmung noch zögern, zu überzeugen und zum Mitmachen zu bewegen. Unterlagen können bei der Gemeinde angefordert werden.

Für Bad Endorf kann diese Anlage entscheidend dazu beitragen Feinstaubemissionen zu verringern und so mitzuhelfen den aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens möglicherweise gefährdeten "Bad"-Status zu erhalten.
Um sich über den Stand der Technik und alle Einzelheiten zu den verschiedenen Komponentenkombinationen, zur Rauchgasreinigung und -entstaubung und anderen technischen Einzelheiten informieren zu können, veranstaltet der Arbeitskreis am 23. Mai 2007 eine Informationsfahrt zum Biomasseheizwerk Sauerlach.
Abfahrt ist um 10:30 Uhr. Anmeldung bei Wolfgang Kirr unter 08053-1522. Bürgermeister Hans Hofstetter hat seine Teilnahme zugesagt.

Unter www.agenda21-sauerlach.de kann man sich vorab über die Anlage und die Hintergründe informieren.


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Thema: "Biomasse-Heizkraftwerk"
Sitzung des Arbeitskreise Ökologie und Umwelt

Mai 2007 - Der Endorfer

Sehr gut besucht war die Sitzung des Arbeitskreises Umwelt und Ökologie im Gasthaus zur Post in Bad Endorf. Anwesend waren Gäste aus Wirtschaft und Forschung. Auf verschiedenen Ebenen wurde das Projekt "Biomasseheizkraftwerk" erörtert. Es stellte sich heraus, dass die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Technikern, Handwerkern, Marketingfachleuten, Organisatoren und den Entscheidungsträgern auf kommunalpolitischer Ebene von größter Wichtigkeit ist und eine enge Koordination erarbeitet werden muss. Einig war man sich, dass das Projekt aktiv voranzutreiben ist, zumal im nächsten Jahr offizielle Messungen der Luftqualität in Bad Endorf anstehen. Mit dem Bau der Anlage kann der Gesamtausstoß Bad Endorfs an Schadstoffen und Feinstaub deutlich verringert werden, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sinkt, außerdem gehen mit der Anlage deutliche Kosteneinsparungen für den Endverbraucher einher. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, dass Hausbesitzer, die den Erhebungsbogen noch nicht ausgefüllt und zurückgesandt haben, seitens des Arbeitskreises persönlich angesprochen werden, um so bestehende Fragen zu beantworten und Unsicherheiten sofort auszuräumen. Für die Erstellung einer realistischen Berechnung ist eine möglichst flächendeckende Teilnahme anzustreben, damit die Anlage möglichst effektiv gebaut und betrieben werden kann.
Hingewiesen wurde auf eine Informationsfahrt, zu der der Arbeitskreis am 23. Mai 2007 einlädt. Ziel ist das Biomasseheizkraftwerk in Sauerlach. Abfahrt ist ca. 9.00 Uhr. Anmeldung bei Wolfgang Kirr unter 08053-1522. Bürgermeister Hans Hofstetter hat seine Teilnahme zugesagt.

Unter www.agenda21-sauerlach.de kann man sich vorab über die Anlage und die Hintergründe informieren.


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Biomasse-Heizkraftwerk Bad Endorf

Juni 2007 - EndorfSpiegel

Initiative "Bürger Energie Bad Endorf" informiert.

Mehrere Veranstaltungen des Arbeitskreises Ökologie und Umwelt haben das Projekt Biomasse-Heizkraftwerk Bad Endorf vorangetrieben.
An der Informationsfahrt nach Sauerlach, um die dortige Anlage zu besichtigen, nahmen zahlreiche Vertreter verschiedener Interessengruppen teil. Waldbauern sowie die Vertreter des Arbeitskreises, technisch interessierte und engagierte Bürger waren dabei. Aus dem Gemeinderat fungierte Rudi Obermaier jun. als Fahrer eines Minibusses und als politischer Vertreter der Gemeinde. Bürgermeister Hans Hofstetter musste seine Teilnahme leider absagen.
In Sauerlach wurde die Bad Endorfer Abordnung von Bürgermeister Walter Gigl empfangen. Schon bei der Begrüßung durch den Bürgermeister wurde klar, dass das Heizkraftwerk sein "Baby" ist. Mit Begeisterung erzählte er von den Anfängen des Projekts bis hin zur Verwirklichung, ohne die vielen Hürden und Unwägbarkeiten zu verharmlosen.
Mit viel Einsatz und Ideenreichtum ist das ambitionierte Projekt in die Tat umgesetzt worden. Heute blicken die Verantwortlichen mit Stolz auf das Geschaffene.

Die wirtschaftlichen Erwartungen wurden in allen Bereichen übertroffen und die Investoren erhalten schon in diesem Jahr erste Gewinnausschüttungen. Auch bei der Struktur des Unternehmens wurden neue Wege beschritten. Eine operative Gesellschaft, die zu 100 Prozent der Gemeinde gehört, betreibt die Anlage. Daran angegliedert ist eine Finanzierungsgesellschaft, die die Einlagen der sog. Stillen Gesellschafter hält.
Mit dieser Anschubfinanzierung wurde das Projekt bankenfinanziert. Alles unter der Obhut der Firma Gammel Engineering in Abensberg, die sich auf die Begleitung von Biomasse-Projekten spezialisiert hat.

Michael Gammel, der Chef der Firma, erklärte in seiner Präsentation sehr ausführlich die Vorgehensweise und die einzelnen Planungsschritte.
Viele Fragen der Initiatoren des Endorfer Biomasse-Heizkraftwerkes konnten beantwortet werden. Gammel bekundete großes Interesse an der Bad Endorfer Anlage und bot die Serviceleistungen seiner Firma an.
Anschließend führte er die Gruppe durch die Anlage und erklärte die einzelnen Komponenten und deren Funktion.

Alles in allem eine perfekt organisierte und durchgeführte Informationsveranstaltung, die den Wissensstand der Bad Endorfer Abordnung deutlich verbessert hat.

Versammlung am 23. Mai

Nach den ersten Erhebungen zur Ermittlung von Bedarf und Anschlussbereitschaft, stehen nun die ersten Planungsschritte an.
Zu diesem Zweck fand eine Versammlung statt, an der die politische Führung des Orts (Bürgermeister und Vertreter der Fraktionen), Gewerbe, Bauern und Waldbauern und Vertreter des Maschinenrings teilnahmen.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte sich die "MV Biomasse AG" vor. Ein Zusammenschluss der Waldbauernvereinigung und des Maschinenrings und möglicher Bewerber für den späteren Betrieb und die Lieferung des Brennguts.

Dr. Christian Ganzert von der TU München, der durch die Berichterstattung in den lokalen Medien auf das Projekt aufmerksam geworden war, bot an, die Initiative im Rahmen seiner sog. "Klimawerkstatt" zu unterstützen. Dr. Ulrich Wild, der eigens aus Weihenstephan angereist war, erläuterte die "Klimawerkstatt" als ein vom Bundesforschungsministerium gefördertes Klimaschutz-Projekt der TU München. Hierbei sollen die regionalen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mobilisiert werden. Ein wesentlicher Punkt, so Dr. Wild, sei die Konzipierung der Anlage als "Bürgeranlage", sowohl beim Betrieb als auch bei der Lieferung regionaler Energieträger.

Bürgermeister Hofstetter sagte die politische Unterstürzung, vorbehaltlich der Zustimmung im Gemeinderat, zu. Das Thema, so versprach er, werde in einer der nächsten Sitzungen auf die Tagesordnung kommen. Die zunächst als nicht unerheblich angesehen Standortfrage für das neue Heizkraftwerk, konnte inzwischen auf fünf mögliche Plätze eingegrenzt werden. Die Grundbesitzer haben allesamt ihre wohlwollende Prüfung der Anfrage zugesagt.


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Biomasseheizkraftwerk "BürgerEnergie Bad Endorf" "BEBE"

Juni 2007 - Der Endorfer

Die für das Leitbild 2015 angetretenen Mitglieder im Arbeitskreis Ökologie und Umwelt kommen ihrer übernommenen Verpflichtung im Grundsatz sechs nach und bereiten in mehreren wöchentlichen Sitzungen bzw. Treffen das Projekt Biomasseheizkraftwerk mit Nahwärmeversorgung mit Nachdruck vor. Grundlage ist nach wie vor ein in Bürgerhand betriebenes Heizkraftwerk.

Nach der Informationsfahrt zum Heizkraftwerk Sauerlach und den Kontakten mit der MW Biomasse AG Rosenheim werden jetzt Gespräche mit Planungsbüros zur Machbarkeit des Projekts geführt. Erfreulicherweise wurden Anfragen an Grundstückseigentümern, ob sie Grundstücke für das Heizkraftwerk zur Verfügung stellen, positiv aufgenommen. Diese möglichen Standorte liegen außerhalb der Wohnbebauung. Die Ausbaufolge orientiert sich an der Konzentration der vertraglich gesicherten Anschlussbereitschaft und erfolgt in mehreren Realisierungsabschnitten.

Für Gebäudebesitzer, die ihren alten Heizkessel austauschen müssen, gäbe es eine Übergangslösung bis zum Anschluss an die neue Nahwärmeversorgung. Wir unterstützen Sie mit einer Art Austauschbörse für gebrauchsfähige Heizkessel, was in Reit im Winkl mit Erfolg praktiziert wurde. Mit dem Einbau der Übergangslösung wird bereits der spätere Anschluss an die Nahwärmeversorgung installationstechnisch vorbereitet. Für einzelne Neubauten sind mobile Heizzentralen in allen Abstufungen auf dem Markt; ebenso für ein komplettes Neubaugebiet eine dann gemeinsame mobile Heizzentrale. Überflüssige Heizöltanks können rückgebaut werden; der Raum wird dann zur anderen Nutzung frei.


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Bürgerenergie Bad Endorf

September 2007 - Der Endorfer

Das Konzept der Mitglieder des Arbeitskreises Ökologie und Umwelt strebt eine an Reit im Winkl und Sauerlach angelehnte Bürger geführte Gesellschaftsform an. "Leider konnten wir dieses Konzept noch nicht deutlich genug darstellen, um auch die Verantwortlichen in der Marktgemeinde zu überzeugen", so der Erste Vorsitzende Wolfgang Kirr.

Darum übernimmt der Verein Energie mit Zukunft (EmZ) die Initiative. Der Verein EmZ wird eine Konzeptstudie finanzieren und in Auftrag geben.
Mit dieser Konzeptstudie kann die unternehmerische, wirtschaftliche und technische Machbarkeit dargestellt werden. Eine Rahmenbedingung für die Ingenieurbüros, die diese Konzeptstudie erstellen, ist ein "Bürger geführtes Heizkraftwerk". Mit dieser Konzeptstudie können wir dann konkrete Zahlen liefern.

Diese Übersicht stellt die Kosten von drei verschiedenen Heizwerken, die bereits bestehen, dar. Alle anfallenden Kosten (einmaliger Anschlussbeitrag, jährlicher Wärme-, Grund- und Arbeitspreis) müssen im Zusammenhang gesehen werden. Vergleichsweise hohe Jahresenergiekosten und ein vergleichsweise niedriger Anschlusspreis sind in einem Zeitraum von 20 Jahren günstiger. Jede Betriebsgesellschaft setzt da seine eigene Geschäftsphilosophie um.

Für weitere Informationen steht die Vorstandschaft unter der Telefon-Nr. 08053 - 15 22 gerne zur Verfügung.


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Auf dem Weg zu einer bürgergeführten Nahwärmeversorgung

November 2007 - Der Endorfer

Seit eineinhalb Jahren beschäftigt sich der gemeindliche Arbeitskreis Ökologie und Umwelt in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Energie mit Zukunft mit der Planung eines bürgergeführten Biomasse-Heizkraftwerks, um für Bad Endorf langfristig eine regionale, kosten¬günstige und umweltgerechte Heizenergieversorgung sicherzustellen.
Nachdem nun nach intensiver Grundlagenarbeit alle notwendigen Basisdaten vorhanden sind und über eine erste Bürgerbefragung auch der grundsätzliche Bedarf abgeklärt wurde, ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.

Dazu hat der Arbeitskreis die weitere Vorgehensweise dem Verein Energie mit Zukunft (EmZ) übertragen, der nun zusammen mit einem qualifizierten Ingenieurbüro eine sogenannte Machbarkeitsstudie (inkl. einem Energiekonzept Bad Endorf) erstellt, die entscheidende Auskunft geben wird über die tatsächliche Realisierungsmöglichkeit des genannten Heizkraftwerks. Gleichzeitig werden verschiedene in Frage kommende Standorte für ein solches Werk in Bad Endorf geprüft. Die Prüfung umfasst die Berechnung der Ausbreitung der Emissionen anhand der herrschenden Windverhältnisse an den möglichen Standorten.

Die Machbarkeitsstudie des beauftragten Ingenieurbüros soll im Frühjahr 2008 fertig sein und die Kosten werden rund 8.000 € betragen. Zusätzlich zu diesen Kosten kommt der finanzielle Aufwand für die Berechnung der Emissionsausbreitung, beispielsweise durch den Deutschen Wetterdienst, von rund 7.000 €.

Ein Sockelbetrag ist bereits vorhanden, weitere Geldmittel sind jedoch nötig, um den Gesamtbetrag abzudecken. Verschiedene Endorfer Gewerbetreibende und Unternehmer haben bereits ihre finanzielle Unterstützung zugesichert:

Schreinerei Kotiers, Sanitär/Heizung Hanl, Versicherung Werner Obermeier, Sanitär/Heizung Beutlhauser, Fleisch und Wurst Heiß, Möbel Rieder, Autohaus Heinrichsberger, Maschinen und Werkzeugbau Breitschädel, Büro und Technik Stockinger, Tierarzt Dr. Meder, Autohaus Rudolf Obermaier, Autohaus Bichlmaier-Paczkowski, Gesundheitswelt Chiemgau AG (Herr Steßl), Schuhhaus Oberhorner/Müller, Bodensysteme Singhammer, Paul Guggenberger.

Trotz dieser Zusagen benötigt der Verein Energie mit Zukunft weitere Unterstützer.

Ihr finanzieller Beitrag kann entweder als Spende gegen Spendenquittung erfolgen oder er kann bei treuhänderischer Verwaltung in eine spätere Betriebsbeteiligung eingebracht werden, wodurch Sie sich frühzeitig Ihre Beteiligung an einer künftigen Betreibergesellschaft sichern. Ein auf die Bürger zugeschnittenes Beteiligungsmodell wird noch erstellt.

Das genannte Heizkraftwerk bringt für unseren Ort folgende Vorteile:

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung im Rahmen eines solidarischen Handelns und bitten Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Für Fragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Die Initiatoren aus dem Verein Energie mit Zukunft (EmZ)
Wolfgang Kirr, Fritz Meindl, Klaus Engel, Hans Söldner und Christian Keller


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